Vera Tollmann

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Video Vortex #9

 

 

Centre for Digital Cultures, Leuphana University Lüneburg

Networked video has entered a new phase and become part of major configurations. The days of pioneers and amateurs seem to be over, as do the old worlds of professional broadcasting networks: Digital technologies have professionalized production, and do-it-yourself skills have established new styles and formats. Tubes, channels and domains for mobile video are part of our everyday digital life. These tectonic shifts – from amateur and professional to an assemblage of media creators, from spectators to participants, and from a single viewpoint to parallax perspectives – have given rise to effects of a geographical and generational scope yet to be determined. The ninth edition of Video Vortex proposes that now is a time to re-engage with a structural and contextual analysis of online video culture.

Two keynotes will extend the discursive field of Video Vortex #9: Beth Coleman will re-engage local affairs with visions of networked activism, and Nishant Shah will unpack video at the digital turn as object, as process, and as a symptom of the transnational flow of ideology, ideas and infrastructure, especially in emerging information societies in the uneven landscape of globalization.

VV9 also features a number of performative lectures and thematic workshops dealing with video realities. We will follow up on the long tails of rebellion with Mosireen Collective in Cairo and Margarita Tsomou in Athens. Boris Traue and Achim Kredelbach, aka Jo Cognito, will discuss YouTube’s recent forays into televisual terrain and its delegation of organizing power to commercial “networks” and media agencies. Boaz Levin will look at the way media gravitates towards im-mediating events, and Miya Yoshida will critically question familiar terminologies from “amateur” and “user” to “prosumer” and “citizen reporter.”

In the run-up to the actual Video Vortex event, international video correspondents have been investigating phenomenologies of video online. After 10 joyful years of global ubiquity, the conference will also engage with reinventions of the local under conditions of digital culture. A collaboration with the local video activist collective Graswurzel.tv, whose activities are linked with antinuclear protests in Wendland (near Lüneburg), will explore mobile video in (alternative) news journalism. Artist Stephanie Hough will join with local participants to oppose tracking and other incursions into our screen lives by turning a public square into a stage for a mass lip-sync.

The future of film as it fuses with video in the digital realm, and the reconfiguration of its aesthetics, interfaces, production and distribution, will be discussed with Thomas Østbye and Edwin, the directors behind the participatory film project 17,000 Islands, and explored by Seth Keen in the domain of interactive documentary on the web. Alejo Duque and Robert Ochshorn will analyze the technological appearances and travesties of video, the soft power of codecs and compression in the information complex, and how to “interface.”

A multifaceted video-publication with an interface by Robert M Ochshorn will go online in September 2013.

See the full program here  http://videovortex9.net

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Was du wissen solltest (die Zukunft)

Ein Zeitungsprojekt Jan Caspers, Anne König, Vera Tollmann, Jan Wenzel
im Rahmen von Ausflughafensicht, Thalia Theater Halle, Theater der Welt, Juli 2008
>> was-du-wissen-solltest pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An drei Tagen im April hatte das Thalia-Theater nach Kursdorf eingeladen, um einen Diskurs über die Zukunft in Szene zu setzen. Gesprochen wurde über Utopien von Gestern, über Zukunftsforen, Thinktanks und Science Fiction, über die Zukunft der Region und des Flughafens, aber auch darüber, wie kulturelle Arbeit demnächst finanziert werden soll.
Um das festzuhalten, was sich an diesen drei Tagen an Ideen, Widersprüchen und Austausch ereignet hatte, haben wir uns für zwei verschiedene Formate entschieden.
In einer Zeitung kommen viele Teilnehmer der Diskursdorf-Workshops selbst ausführlich zu Wort. Wir veröffentlichen unter anderem Gespräche mit Sonja Beeck vom Bauhaus Dessau, dem Autor Ingo Niermann, dem Geschäftsführer des Flughafens Eric Malitzke sowie der französischen Regisseurin und Schauspielerin Elsa Hourcade.
Ein großes Scherenschnittbild – unser zweites Dokumentationsformat – das für die riesige Glasfront der Flughafen-Mall gedacht war, konzentriert sich auf Themen des zweiten Workshop-Tages: auf die Zukunft der Mobilität und den Flughafen als konkreten Zukunftsort. Das Motiv dafür ist einfach: An einem Ort wie dem Flughafen Leipzig/ Halle, wo unter anderem die Unterscheidung zwischen dem Militärischem und dem Zivilen praktisch untergraben wird, bedeutet Dokumentieren für uns auch Protest. »Das Nichtverfilmte kritisiert das Verfilmte« überschrieb der Autor Alexander Kluge einen Essay, in dem er seine realistische Methode erklärt. Dieser Ansatz entspricht unserer künstlerischen Herangehensweise bei dieser Arbeit. Die Fakten – das ist nicht nur das, was sich ereignet hat, sondern eben auch das Unartikulierte, Ausgesparte, Vage – das, was nicht Thema geworden ist. Denn gerade in diesen Lücken stecken die Fragen der Zukunft.

Presse:
“Jeder vierte Passagier ist ein US-Soldat”, ART Magazin, 10.7.2008

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Katastrophenalarm

29. März – 18. Mai 2008
Künstler: Dave Hullfish Bailey (USA), Margit Czenki / Christoph Schäfer (D), Christoph Draeger (USA/CH), Marjolijn Dijkman (NL), Azin Feizabadi / Kianoosh Vahabi (D/IR), Cornelia Hesse­Honegger (CH), René Lück (D), Eva Meyer Keller (D), Claudia Mucha (D), Lisi Raskin (USA), Lise Skou / Nis Rømer (DK), spector cut+paste (Markus Dreßen / Anne König / Jan Wenzel) (D), Andrei Ujica (D/RO), Ingo Vetter (SE/D)
Gefördert durch die Stiftung Klassenlotterie, Pro Helvetia, Danish Arts Council
Kuratiert von Sophie Goltz, Christine Heidemann, Anne Kersten und Vera Tollmann

Ein dramatisches Wetterereignis folgt auf das nächste: Überschwemmungen, Dürren und Stürme werden weltweit gemeldet; die Konjunktur der Diskussion um ökologische Gefährdungen und Krisen wird angekurbelt. Mediale Argumente einer Klimakatastrophe versetzen die Öffentlichkeit in eine ständige Alarmbereitschaft, um so eine Atmosphäre der Angst zu erzeugen und herrschende Machtverhältnisse zu stärken. Eine Bedrohung wird wiederholt, als real präsentiert und erzeugt einen Ausnahmezustand. Bleibt es allerdings bei ihrer Prognose, entsteht ein postkatastrophisches Bewusstsein; politisches Handeln erscheint als aussichtslos.

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Clipradio

Videochannel im Rahmen von ARTE Creative
Auswahl und Texte von Vera Tollmann, Dominikus Müller und Kito Nedo

In diesem Jahr haben wir unter dem Namen clipradio eine Reihe künstlerischer Videos zusammengestellt. Das Programm bleibt für ein Jahr auf ARTE.TV zu sehen. Während ARTE online neue Sendeformate erprobt um den Anschluss an Youtube zu bekommen, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, die ausgewählten Arbeiten zu kontextualisieren. Da die technischen Bedingtheiten den Inhalt immer mitgestalten, wurden sie unser Thema. An der Videoarbeit “Versions” von Oliver Laric wurde schnell deutlich, an welche Grenzen das Zusammenführen von Videokunst, Internet und Fernsehen stoßen kann. Seine Arbeit musste wegen nicht geklärter Urheberrechte wieder offline gehen. Mit dem Titel clipradio verbinden wir ein Stück Mediengeschichte – Brechts Radiotheorie, die oft zur Erklärung der Produktion im Netz herangezogen wurde – und unsere eigene Geschichte mit dem Medium, die mit Internetradio begann. Die folgenden links führen direkt zu den einzelnen Seiten der Künstlerinnen und Künstler.

Videos von Wynne Greenwood, Hörner & Antlfinger, Nina Könnemann, Korpys/Löffler, Bernd Krauß, Oliver Laric, Karolin Meunier


clipradio sendet Videos zeitgenössischer Künstler, die sich reflexiv mit den Bedingungen und Techniken heutiger  Bildproduktion und ­-distribution auseinandersetzen. Einige nehmen dabei direkt Bezug auf die konkurrierenden Bildersysteme der Massenmedien: Fernsehen, Kino und YouTube Broadcasting. Andere befragen ganz allgemein die gegen­wärtige  Bildermacht und ihre Strategien. Gemeinsam ist aber allen, dass sie das Bewußtsein um die Produziertheit der Bilder nicht verstecken, sondern zum Ausgangs­punkt ihrer eigenen Arbeit machen.

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Mit der Kunstaktie zur Publikumsgesellschaft

25. März – 30. April 2011
Ausstellungsort: Uferhallen, Berlin

Ausstellungsdisplay: Vera Tollmann und Marinus van Eldik

Die Uferhallen Aktiengesellschaft wurde 2007 gegründet und erwarb zum Jahres­wechsel 2007/2008 das 38.000 Quadratmeter große Areal beidseitig der Uferstrasse im Wedding. Innerhalb von zwei Jahren entstand in den ehemaligen Zentral­werkstätten der BVG ein wirtschaftlich tragfähiger  Produktions­- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst in privater Trägerschaft.
Im Herbst 2010 hat sich der Vorstand der Uferhallen Aktiengesellschaft entschieden, die Geschäftsanteile durch den Verkauf von Aktien zu streuen. Durch die Umwandlung in eine Publikumsgesellschaft wird Immobilienspekulation langfristig verhindert. In Zeiten steigender Mieten stellt dieser Schritt eine nachhaltige Gegenmaßnahme dar.

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Case Study China

19. – 25. Oktober 2009
Künstler: Michelangelo Antonioni, Hannes Böck, Jin Shan, Lu Chunsheng, Mathilde ter

Heinje, MAP OFFICE, Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer, Xu Tan, Yang
Zhengzhong, Zhou Tiehai
Ausstellungsort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Ausstellungsdesign: Marinus van Eldik
Gefördert durch Goethe Institut, München
Konzept: Vera Tollmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1980 wurde das Fischerdorf Shenzhen zur ersten Sonderwirtschaftszone Chinas erklärt. Das war der Anfang für die Öffnungspolitik von Deng Xiaoping. Heute ­ knapp dreißig Jahre später stammen bereits 30 Prozent aller Made in China­-Produkte aus den Sonderwirtschaftszonen.

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