Vera Tollmann

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Tag "Berlin"

Katastrophenalarm

29. März – 18. Mai 2008
Künstler: Dave Hullfish Bailey (USA), Margit Czenki / Christoph Schäfer (D), Christoph Draeger (USA/CH), Marjolijn Dijkman (NL), Azin Feizabadi / Kianoosh Vahabi (D/IR), Cornelia Hesse­Honegger (CH), René Lück (D), Eva Meyer Keller (D), Claudia Mucha (D), Lisi Raskin (USA), Lise Skou / Nis Rømer (DK), spector cut+paste (Markus Dreßen / Anne König / Jan Wenzel) (D), Andrei Ujica (D/RO), Ingo Vetter (SE/D)
Gefördert durch die Stiftung Klassenlotterie, Pro Helvetia, Danish Arts Council
Kuratiert von Sophie Goltz, Christine Heidemann, Anne Kersten und Vera Tollmann

Ein dramatisches Wetterereignis folgt auf das nächste: Überschwemmungen, Dürren und Stürme werden weltweit gemeldet; die Konjunktur der Diskussion um ökologische Gefährdungen und Krisen wird angekurbelt. Mediale Argumente einer Klimakatastrophe versetzen die Öffentlichkeit in eine ständige Alarmbereitschaft, um so eine Atmosphäre der Angst zu erzeugen und herrschende Machtverhältnisse zu stärken. Eine Bedrohung wird wiederholt, als real präsentiert und erzeugt einen Ausnahmezustand. Bleibt es allerdings bei ihrer Prognose, entsteht ein postkatastrophisches Bewusstsein; politisches Handeln erscheint als aussichtslos.

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Mit der Kunstaktie zur Publikumsgesellschaft

25. März – 30. April 2011
Ausstellungsort: Uferhallen, Berlin

Ausstellungsdisplay: Vera Tollmann und Marinus van Eldik

Die Uferhallen Aktiengesellschaft wurde 2007 gegründet und erwarb zum Jahres­wechsel 2007/2008 das 38.000 Quadratmeter große Areal beidseitig der Uferstrasse im Wedding. Innerhalb von zwei Jahren entstand in den ehemaligen Zentral­werkstätten der BVG ein wirtschaftlich tragfähiger  Produktions­- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst in privater Trägerschaft.
Im Herbst 2010 hat sich der Vorstand der Uferhallen Aktiengesellschaft entschieden, die Geschäftsanteile durch den Verkauf von Aktien zu streuen. Durch die Umwandlung in eine Publikumsgesellschaft wird Immobilienspekulation langfristig verhindert. In Zeiten steigender Mieten stellt dieser Schritt eine nachhaltige Gegenmaßnahme dar.

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Case Study China

19. – 25. Oktober 2009
Künstler: Michelangelo Antonioni, Hannes Böck, Jin Shan, Lu Chunsheng, Mathilde ter

Heinje, MAP OFFICE, Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer, Xu Tan, Yang
Zhengzhong, Zhou Tiehai
Ausstellungsort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Ausstellungsdesign: Marinus van Eldik
Gefördert durch Goethe Institut, München
Konzept: Vera Tollmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1980 wurde das Fischerdorf Shenzhen zur ersten Sonderwirtschaftszone Chinas erklärt. Das war der Anfang für die Öffnungspolitik von Deng Xiaoping. Heute ­ knapp dreißig Jahre später stammen bereits 30 Prozent aller Made in China­-Produkte aus den Sonderwirtschaftszonen.

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City Browsing (5) Wieder mal in Berlin

erschienen in: Die Planung/A Terv, No. 25, 2011, hrsg. Sandra Bartoli, Martin Conrads, Silvan Linden, Levente Polyák und Katarina Šević, Berlin/Budapest 2007
Die Planung / A Terv (“The Planning”) is a publication project for the utilization of the future, now.

Als Mo Brainard und ich aus dem BBI-Terminal herauskamen, nahmen wir ein Taxi. Ich sagte „Stadtplatz OSW“ zum Fahrer und es ging los. Als das Taxi anhielt und der Fahrer in der Nähe der Wilhelminenhof- und Reinbeckstraße drehte, waren ein 24-7, ein Udon-Imbiss und ein „El Bulli’s Restaurant“ alles, was ich sehen konnte. Ich fragte: „Wo sind wir?“, und der Fahrer sagte: „Stadtplatz OSW“. Eigentlich kannte ich mich ganz gut aus, ich war bei der Eröffnung vor zwei Jahren gewesen, als das Museum für Moderne Kunst und die Stronzek als erste aus ihren Sammlungen zeigten. Ich gab dem Fahrer eine Menge Trinkgeld, obwohl die verschrammten Samsonites etwas anderes sagten, und wir stiegen aus. Wir hatten nicht viel Geld; und auch wenn wir es nicht wussten, waren wir nur einen Block vom Apartment unseres Freundes Merlin Vonrát entfernt.

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